Pädagogischer Ansatz 

Bindungsorientiert und sanftes Eingewöhnen

Eingewöhnung nach dem Berliner Modell

Der Übergang von der Familie in die Kindertagespflege ist ein wichtiger Schritt. Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, damit dieser Prozess behutsam, verlässlich und am Tempo des Kindes orientiert gestalltet wird:

  • Grundphase ( 3 Tage): Ein Elternteil begleitet das Kind für ca. 1-2 Stunden. Keine Trennung.
  • Erster Trennungsversuch ( 4. Tag ): Die Bezugsperson verabschidet sich kurz (ca. 15-30 Min.), bleibt aber im Haus.
  • Stabilisierungsphase: Die Trennungszeiten werden langsam gesteigert. Wir übernehmen zunehmend die Versorgung (Füttern, Wickeln).
  • Schlussphase: Das Kind bleibt die volle Zeit, die Eltern sind jederzeit telefonisch erreichbar.

Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind von uns trösten lässt.

Auch die täglichen Übergänge gestallten wir bewusst. Beim Bringen nehmen wir uns die Zeit für eine kurze Begrüßung und einen ruhigen Abschied von den Eltern. Beim Abholen erzählen wir kurz vom Tag des Kindes, damit der Übergang zurück in die Familie wertschätzend und verlässlich gelingt. Wiederkehrende Rituale wie Winken an der Tür, ein Abschiedsspruch oder ein vertrauter Gegenstand können dem Kind zusätzliche Sicherheit geben.

 

Tagesablauf & Rituale 

Ein Strukturierter Tag gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit. Wiederkehrende Rituale sind dabei fester Ankerpunkte im Tagesgeschehen.

07:30 - 09:00 Uhr: Bringzeit & Freispiel

Die Kinder kommen an, verabschieden sich von den Eltern und finden ins Spiel.

09:00 - 09:30 Uhr: Gemeinsames Frühstück

Ein gemütlicher Start in den Tag mit gesunden Lebensmitteln.

09:30 - 10:00 Uhr: Morgenkreis & Begrüßung

Wir singen ein Begrüßungslied, zählen die Kinder und besprechen den Tag.

10:00 - 11:30 Uhr: Aktivitäten, Gartenzeit & kleine Ausflüge

In dieser Zeit finden je nach Tagesplanung unterschiedliche Angebote statt. Die Aktivitäten können variieren, z.B. Gartenzeit, Basteln, Bewegung, Spaziergänge zum Spielplatz oder - je nach Situation - kleine Ausflüge mit den Kindern.

12:00 - 14:00 Uhr: Mittagsruhe / Schlafenszeit

Individuelle Ruhepausen im Schlafraum, in dem jedes Kind seinen eigenen Schlafplatz hat. Während der Mittagsruhe findet zum Schutz der Ruhepause und des Kindeswohls keine Abholung statt.

14:00 - 14:30 Uhr: Snack-Runde

Obst, Joghurt oder kleine Knabbereien.

14:30 - 17:00 Uhr: Freispiel, Angebote & Abholzeit

Auch am Nachmittag kann das Angebot je nach Tagesplanung variieren. Die Kinder spielen im Garten oder im Haus, nehmen bei Bedarf an ruhigen kleinen Aktivitäten teil und werden im Laufe des Nachmittags abgeholt.

Pädagogische Ziele, Kinderschutz & Partizipation

Simba's Kinderwelt in Gummersbach verfolgt ein klares pädagogisches Leitbild, das die ganzheitliche Entwicklung jedes Kindes in den Mittelpunkt stellt. Unsere Arbeit richtet sich an emotionaler Stabilität, dem Aufbau sozialer Kompetenzen, der Förderung der Sprachentwicklung sowie der gezielten motorischen Unterstützung. Wir schaffen sichere, anregende Lernumgebungen, in denen Kinder ihre Fähigkeiten altersgerecht entfalten und Selbstvertrauen entwickeln können. Die enge Zusammenarbeit mit Familien und lokalen Partnern ermöglicht eine individuelle Förderung, dokumentierte Entwicklungsbegleitungen und regelmäßige Fortschrittsgespräche.

Ernährung erleben - selbstständig, bewusst und mit allen Sinnen

Ein besonderer Schwerpunkt von uns ist das gemeinsame Erleben von Ernährung im Alltag. Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit in Simba's Kinderwelt ist das bewusste Erleben von Ernährung im Alltag. Mahlzeiten bedeuten für uns weit mehr als reine Versorgung. Sie sind wertvolle Bildungs- und Beziehungsmomente, in denen Kinder Gemeinschaft erfahren, ihren Körper wahrnehmen, Sprache entwickeln, Lebensmittel entdecken und Schritt für Schritt Selbstständigkeit aufbauen dürfen. Sie erleben: Ich darf wählen. Ich darf Nein sagen. Ich darf probieren. Ich werde ernst genommen. Ich kann mithelfen. Ich werde gebraucht. Mein Beitrag ist wertvoll. Unser Leitsatz dabei lautet: "Hilf mir, es selbst zu tun."

Raumgestaltung und Materialauswahl

Kindergerechte, sichere Möbel und gesicherte Steckdosen.

Materialien in offenen Regalen auf Augenhöhe der Kinder.

Vielfälltige Spielmaterialien wie Bausteine, Puppen, Autos, Tücher, Kartons und Naturmaterialien.

Rückzugsorte mit Kissen und Decken zum Entspanne.

Soziale und emotionale Entwicklung

Aufbau von Freundschaften.

Empathie und Rücksichtnahme.

Umgang mit Konflikten und Finden von Lösungen.

Erkennen und Benennen eigener Gefühle.

Geduldige Begleitung bei herausforderndem Verhalten, klare Grenzen und enge Zusammenarbeit mit den Eltern

Sprachförderung & Kommunikation

Gemeinsames Singen und Fingerspiele im Morgen kreis.

Vorlesen von Bilderbüchern und gemeinsame Erzählen.

Benennen von Gegenständen und Handlungen im Alltag.

Aktives Zuhören und Ausreden lassen.

Behutsame Mediennutzung, vor allem Bücher und gelegentlich Toniebox für Hörspiele oder Musik.

Bewegung, Kreativität & Fantasie

Tägliche Gartenzeit zum Rennen, Klettern und Toben.

Bewegungsspiele im Spielzimmer.

Förderung der Feinmotorik durch Basteln, Kneten und Malen.

Freies Malen, Musizieren und Rollenspiele

Natur, Umwelt & Vernetzung

Beobachten von Insekten und Pflanzen im Garten.

Sammeln von Naturmaterialien und Erleben der Jahreszeiten.

Naturwissenschaftliche Grunderfahrungen mit Sand, Wasser, Eis, Farben und Wetter.

Zusammenarbeit mit Jugendamt Gummersbach, Frühförderstellen, Grundschulen und anderen Kindertagespflegen.

Kinderschutz und Partizipation als Grundprinzipien

Kinderschutz ist integraler Bestandteil unserer Einrichtung. Wir verfügen über ein schriftliches Schutzkonzept, verbindliche Verhaltensregeln für das Team, verpflichtende Hintergrundprüfungen bei Neueinstellungen und regelmäßige Fortbildungen zu Schutzthemen. Transparente Beschwerdewege für Kinder, Eltern und Mitarbeitende sind etabliert; Meldungen werden vertraulich behandelt und nach festgelegten Verfahren bearbeitet. Partizipation bedeutet für uns, Kinder altersgerecht in Entscheidungen einzubeziehen: kinderfreundliche Gruppenversammlungen, Wahlmöglichkeiten im Tagesablauf, Kinderkonferenzen und sichtbare informationelle Darstellung ihrer Rechte. Durch regelmäßige Evaluationen, Elterngespräche und Kooperation mit dem Jugendamt sichern wir Qualität und Schutz in allen Bereichen von Simba's Kinderwelt.

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